Förderkreis Neonatalogie

für das frühgeborene und kranke neugeborene Kind

Stichworte von A bis C

A

Abdomen: Bauch, Unterleib
Absaugen: Einführen eines feinen Schlauches in die Luftröhre, um Flüssigkeiten aus der Lunge mittels Unterdruck zu entfernen. Bei fast allen Frühgeborenen und auch bei zeitgerechten Babies ist das Absaugen von verschlucktem Fruchtwasser nach der Geburt nötig.
Adaptation: Anpassung. Nach der Geburt muß der kindliche Organismus sich an die Gegebenheiten außerhalb der Gebärmutter anpassen.
Alkalose: Abnahme der CO2-Konzentration im Blut, dadurch Anstieg des pH-Wertes, z. B. durch Hyperventilation.
Alveolen: Kleine Bläschen an den Enden dünner Verzweigungen, z. B. an den Bronchial-verästelungen. Sie müssen sich gleich nach der Geburt entfalten (blähen), da sie für den Gasaustausch in der Lunge zuständig sind.
Ambubeutel: Ballonartiges Gerät, mit dem man Luft (Sauerstoff) mechanisch in die Lungen drücken kann.
Amnionsinfektionssyndrom: Krankheitszeichen, die bei einer Infektion des Amnions oder der Amnionshöhle auftreten. Das Amnion ist die, die Fruchtblase umgebende Eihaut. Aufsteigende Keime in der Scheide der werdenden Mutter können unter Umständen in die Gebärmutter eindringen und dort eine Infektion hervorrufen, die meist auf das Ungeborene übertritt.
Anämie: Blutarmut. Kann unterschiedliche Ursachen haben, z. B. Blutungen (häufiges Blutabnehmen), verlangsamte Produktion der roten Blutkörperchen infolge Überreife des Kindes. Abhilfe: Bluttransfusion.
Anamnese: Vorgeschichte des Kranken.
Angiographie: Röntgenologische Darstellung von Gefäßen nach Injektion eines Kontrastmittels.
Anomalie: Unregelmäßigkeit, geringgradige Entwicklungsstörung.
Anti-: Vorsilbe: Gegen-.
Antikonvulsiva: Mittel, die die Krampfbereitschaft im Gehirn herabsetzen.
Antiseptisch: Desinfiziert, keimfrei gemacht.
Anurie: Fehlende oder mangelhafte Urinproduktion. Produziert ein Kind weniger als 1 ml Urin pro Kilogramm Körpergewicht in der Stunde spricht man von einer Anurie.
Aorta: Große Körperschlagader. Sie entspringt aus der linken Herzkammer und verteilt über ihre Äste, die Arterien, das mit Sauerstoff angereicherte Blut im Körper.
Apgar: (-Schema). Untersuchungskriterien zur Beurteilung Neugeborener nach fünf verschiedenen Gesichtspunkten: Atmung, Herzschlag, Muskeltonus, Hautfarbe und Absaugreflex. Die Untersuchungen werden nach 1 Minute, 5 Minuten und 10 Minuten durchgeführt und dokumentiert.
Apnoe: Atempause, Unterbrechung der regelmäßigen Atmung. Neugeborene leiden oft mehr oder weniger an ihnen. Sie haben ihre Ursache in der Unreife des Atemzentrums im Gehirn.
Asphyxie: Oder auch Depression. Es handelt sich um einen akuten Sauersoffmangel mit hohem Kohlendioxidanstieg im Blut.
Aspiration: Einatmen von flüssigen oder festen Stoffen in die Lunge.
Astrup: Blutgasanalyse, Verhältnis des Sauerstoffs und Kohlendioxid zum pH-Wert. Ferner werden die Puffersubstanzen in ihrer Menge errechnet.
Asystolisch: Fehlende Kontraktion (Zusammenziehung) des Herzens.
Atelektase: Unvollständige Ausdehnung des Lungenbläschen, so daß der Gasaustausch behindert ist.
Atemnotsyndrom: Sammelbezeichnung für alle Erscheinungen, die die Atmung beim Neugeborenen erschweren und Sauerstoffmangel hervorrufen. Manchmal auch hyalines Membransyndrom oder RDS genannt.
Atresie: Fehlen einer natürlichen Körperöffnung.
Azidose: Senkung des pH-Wertes des Blutes unter eine bes. Marke. Hierbei steigt die Kohlendioxidkonzentration. Kann Stoffwechselbedingt oder respiratorisch (durch die Atmung) bedingt sein. Gegenteil: Alkalose.
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B

Beatmung: Unterstützung oder vollständige Übernahme der Atemfunktion durch Ambubeutel oder Beatmungsgerät.
Beatmungslunge: siehe Bronchopulmonale Dysplasie.
Bilirubin: Dies ist das Abbauprodukt des Hämoglobins aus den zerfallenen alten roten Blutkörperchen. Der Abbau und Abtransport funktioniert bei vielen Neugeborenen nur eingeschränkt. Es kommt vorübergehend zur nicht ansteckenden Neugeborenengelbsucht. Der Abbau wird durch Phototherapie gefördert.
Blutaustauschtransfusion: Behandlungsmethode bei Blutgruppenunverträglichkeit. Dabei wird dem Kind kleine Mengen Blut abgenommen und sofort durch Spenderblut ersetzt. Auf diese Weise wird das Blut des Kindes in einigen Stunden etwa 3 mal ausgetauscht.
Blutbild: Untersuchung bei der die einzelnen Bestandteile des Blutes in Menge und Verhältnis zueinander festgestellt werden.
Blutgasanalyse: Astup
Blutgruppenunverträglichkeit: Wenn sich das Blut der Mutter mit dem des Kindes nicht verträgt, kommt es zu einer Bekämpfung des kindlichen Blutes. Dieses führt zur Hyperbilirubinämie und zu einer Anämie.
Bradykardie: Abfall der Herzfrequenz auf unter 100 Schläge in der Minute. Meist bedingt durch Apnoen.
Bronchopneumonie: Pneumonie
Bronchopulmonale Dysplasie: Auch Umbau- oder Beatmungslunge. Durch verschiedene Faktorren kommt es unter der Beatmung zu Gewebeveränderungen im Bereich der Alveolen. Je höher der Sauerstoffbedarf und je größer der Beatmungsdruck, desto eher werden die Gewebszellen geschädigt und vernarben zu einer unelastischeren und teilweise überblähten Lunge mit Atelektasen. Dies erschwert die Versorgung des Kindes mit Sauerstoff.
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C

CPAP: Continious positiv airway pressure. D. h. bei dieser Atemhilfe wird ständig mit geringem Druck Atemluft in die Lunge geblasen, um dem Kind, das selbstständig atmen muß, dieses zu erleichtern. Wird meist vor der endgültigen Extubation angewandt.
CRP: C-reaktives Protein. Ein Eiweißstoff, der im Körper bei einer Infektion gebildet wird. Durch die Höhe des Wertes kann der Verlauf der Infektion erkannt werden.
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